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Wer und was ist mir wichtig?

geschrieben am: 11.12.2020 von: Dana Andersen
Kategorie(n): Bewusstseinswandel, Einfachheit & Leichtigkeit, Psychologie & Lebenshilfe

Wer oder was ist mir wichtig

Bildrechte: © Dana Andersen

Ich habe das Gefühl, dass es gerade jetzt, in den letzten Tagen dieses besonderen Jahres, wichtiger denn je ist mir klar zu machen, welche Menschen mir wirklich am Herzen liegen und es ihnen auch zu zeigen und meine Wertschätzung und Dankbarkeit auszudrücken:

“Ich sehe, was du für mich bist und was dich ausmacht – ich erkenne die Wertigkeit deines Seins. Danke, dass du bei mir bist und mich begleitest!”

Ich will nichts mehr als selbstverständlich nehmen und nicht mehr davon ausgehen, dass der andere weiß, was er für mich bedeutet, denn ich wirke oft nach außen anders, als ich empfinde. Das ist mir durch meine Selbstreflektion der letzten Jahre bewusst geworden und auch, dass dies mit meinem Ego und meiner Konditionierung zu tun hat, mit dem, was ich gelernt habe und was mir vorgelebt wurde. Aber ich kann und will mich ändern, weil ich sonst nicht hinauskomme aus meinem Turm, in den ich mich zurückgezogen habe, um zu verstehen, was in mir und um mich herum vorgeht.
Ich möchte jetzt Menschen begegnen, die mir wichtig sind und denen ich wichtig und wertvoll bin. Ich will leben – lebendig sein und das Leben genießen in Freude und Leichtigkeit, gemeinsam mit anderen, die mich verstehen und die so sind wie ich. Ich möchte das, was ich in meinem Inneren wahrnehme und erschaffen habe nach außen fließen lassen.

Oft fällt uns gar nicht auf, wie wichtig bestimmte Menschen für uns sind, solange sie da sind. Wir merken es erst, wenn sie nicht mehr bei uns sind und uns plötzlich etwas Wesentliches fehlt: Liebe und Gleichschwingung.
Damit meine ich auch die Liebe, die in den besonderen, bereichernden Momenten entsteht, wenn sich Menschen urteilsfrei und offen begegnen oder zusammenwirken oder arbeiten. Oder wenn beide einfach gemeinsam wissend in sich ruhen … Wissen, wie wertvoll und nachhaltend solche Begegnungen oder guten Gespräche sind, weil sich in diesen magischen Momenten zwei Seelen berühren und verbinden.

Es gibt auch Menschen, die die Gabe haben, wirklich zuhören oder trösten zu können. Oder Menschen, die die Fähigkeit haben, durch ihre pure Anwesenheit für Ruhe und ein gutes, friedliches Klima in Gruppen zu sorgen. Solange sie da sind, verstehen sich alle und Gespräche finden einen Kompromiss, aber wenn diese besonderen Menschen abwesend sind, kippt die Stimmung, aufgeheizte Konflikte entstehen und die Egoisten setzen sich durch. Und dann sind da noch die Menschen, die uns perfekt ergänzen, weil sie unsere Schwächen ausgleichen und wir ihre; aber sie kommen und bleiben erst dann, wenn wir uns unserer Schwächen bewusst geworden sind und diesen Ausgleich dankbar anerkennen und ihn wertschätzend annehmen. Ja, dann verbinden sich zwei oder mehrere Seelen und werden eins für eine gute Sache oder ein gemeinsames Ziel – gleichwertig und im gleichschwingenden Einklang.

Was ist denn das Besondere an diesen Menschen, mit und bei denen wir uns immer wohl und gehalten fühlen? Sie haben etwas an sich, das wir nicht greifen, wohl aber fühlen können, wenn wir aufmerksam sind und es uns bewusst machen: Wärme und ein strahlendes Sonnenlicht, das gleichzeitig etwas in uns zum Strahlen bringt, unser Herz erwärmt und uns Halt und Sicherheit schenkt.

Möchtest du so ein Sonnenmensch sein?
Du bist es! Ganz bestimmt und das macht deinen wahren Wert aus!

Aber können wir Licht und Wärme spenden, wenn wir uns dieser inneren, starken Kraft nicht bewusst sind? Oder wenn wir unsere alten, anerzogenen, konditionierten Rollen spielen, uns anpassen und verstellen … unsere Masken tragen?

Hat ein Mangel- und Verlustgefühl nicht immer etwas mit der Abwesenheit von wahrer Herzenswärme und dem Nicht-Erkennen der eigenen Wertigkeit zu tun?
Mit der Trennung oder dem Verlust von Menschen, die sich gegenseitig guttun, sich gegenseitig Stabilität und Halt geben und sich gegenseitig wärmen?!
Ist dieses „Nicht-Erkennen unseres wahren Wertes“ vielleicht die Ursache des offensichtlichen Mangel- und Angstzustandes, der sich gerade im äußeren Weltgeschehen spiegelt?

Ich mag die leidigen Diskussionen um die Einhaltung und Auslegung der vorgeschriebenen „Schutzmaßnahmen“, insbesondere direkt an meinem Arbeitsplatz, nicht mehr hören, weil ich einfach nicht glaube, dass das Problem, was sich gerade im Außen zeigt, im Außen behoben werden kann und soll.

Ganz tief in mir weiß ich, dass die Lösung in uns selbst liegt – in mir und in dir!

Der kollektive Schrei nach Sicherheit, Schutz und neuer Stabilität ist nachvollziehbar, weil das alte, äußere Sicherheitsnetz gerade wegbricht und alte Strukturen sich auflösen, indem sie sich als große Täuschung offenbaren. Aber sollte die große Erkenntnis daher nicht umso mehr sein, dass die Lösung – die wahre Sicherheit – ganz woanders zu finden ist? Dort, wo sie nicht mehr von heute auf morgen abhandenkommen oder zerstört werden kann?

Ich bin fest davon überzeugt, mein einzig wahrer Schutz befindet sich in einem hoch schwingenden Bewusstseinszustand. Und ich gelange dorthin, indem ich bei mir selbst anfange und genau erspüre, wer und was mir wirklich (noch oder neu) guttut. Denn ein gutes Gefühl und authentisches Sein bringt und hält mich in einer höheren Schwingungsebene, die über der aktuellen, niederen Angst- und Mangelschwingung liegt, die in der Außenwelt vorherrscht. Und genau diese hohe Schwingungsebene der Liebe, Wertschätzung und Dankbarkeit ist der wahre Schutz und der einzige Zustand, aus dem heraus ich wiederum anderen Menschen helfen und sie schützen kann. Und nur dort bin ich selbst zutiefst geschützt und sicher.

Deshalb fokussiere ich mich täglich auf folgende Gedanken:

WER und WAS gibt mir echten Halt und Stabilität: Welche Menschen, welche Worte, welche Nachrichten und Informationen, welche Anregungen und welche Tätigkeiten sorgen dafür, dass ich mich gut fühle und somit in eine hohe Schwingung komme und dortbleibe?
Sorge ich gut für mich, für mein körperliches Wohlbefinden und meine Gesundheit, für ein stabiles Immunsystem und eine gesunde Ernährung?
Wer und was erfüllt mich – füllt die Leere in mir?
Und für wen bin ich ein haltgebender Mensch?
Ist mir überhaupt klar, wie viele Sonnenmenschen ich bereits in meinem Leben habe und weiß ich sie zu schätzen?

Ist es dir klar? Weißt du bereits, wer und was dir Halt, Geborgenheit und Schutz gibt in dieser besonderen Zeit, einen Platz zum Ausruhen oder den Raum, um dein Herz ausschütten zu können, es von Sorgen und Lasten zu befreien? Menschen, bei denen du einfach nur sein kannst …

Ich glaube, dieses „herzliche und feinsinnige Menschsein in einer Gemeinschaft der höheren Gleichschwingung“ ist unser einziger, wirklicher Schutz und kann durch keine „Schutzmaßnahmen im Außen“ ersetzt werden.
Es ist das neue Sicherheitsnetz, nach dem sich alle Menschen so sehr sehnen.
Aber ich kann nur ein Teil davon sein, wenn ich selbst etwas dafür – für mich – tue.

Dankbarkeit hat eine hohe Schwingung und ist ein guter Anfang, um etwas für uns und andere zu tun.
Wir sollten bewusst dankbar sein und jede Begegnung, die unsere Seele berührt, im höchsten Maße zu schätzen wissen und unsere Wertschätzung von innen nach außen tragen, indem wir sie aussprechen. Und wir sollten den Mut haben, neue Sonnenmenschen kennen zu lernen und einer zu sein.

Keine Panik, du musst nicht gleich jedem um den Hals fallen und deine tiefsten Gefühle offenbaren, außer du möchtest es gerne. Für den Anfang tut es vielleicht auch eine lieb gemeinte Weihnachtskarte oder ein Treffen oder Gespräche, um eben herauszufinden, bei wem du (noch) richtig bist oder gerne wärst.
Du hast Angst, dich zu blamieren oder zurückgewiesen zu werden, wenn du auf „einen besonderen Menschen“ zugehst und redest dir ein, dass es sich nicht lohnt, dass du keine Zeit dafür hast oder dass du niemanden brauchst oder dass dich niemand braucht?
Dann hast du die Wertigkeit deines Seins noch nicht erkannt!

Was macht deinen wahren Wert aus?
Was trägst du in dir, das Menschen gerne mit dir zusammen sein lässt?

Wenn du es selbst nicht weißt, dann frage deine Sonnenmenschen, denn sie wissen es, sonst würdet ihr euch nicht gegenseitig anziehen – gleichschwingen.
Und vergiss nicht, ihnen zu sagen, wie wichtig sie dir sind!

Dana AndersenDana Andersen
Autorin und Wortkünstlerin
Spirituelle Begleitung durch den Bewusstseinswandel

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