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Ich bin nicht geboren worden… was es bedeutet ein „Walk In“ zu sein

geschrieben am: 09.08.2016 von: Sandy Mokros
Kategorie(n): Alternative Heilmethoden, Psychologie & Lebenshilfe

Ich bin nicht geboren geworden - Was es bedeutet ein Walk In zu sein

Bildrechte: Fotolia.de © Alekss

Viele werden sich jetzt fragen was dieser Artikel zu bedeuten hat und warum ich darüber schreibe. Es betrifft nicht viele Menschen, aber die, für die diese Informationen wichtig sind, werden es lesen und sich wieder finden. Wohlmöglich wirst du beim Lesen dieses Textes Erkenntnisse bekommen und Erklärungen für Dinge in deinem Leben oder eines anderen Menschen, der dir nahe steht.

„Walk In“ ist englisch, bedeutet so viel wie „Hinein gehen“ und ist eine Art Seelentausch.

Das erste Mal, als ich mit diesem Phänomen in Berührung kam ist nun schon fast 10 Jahre her. Es war ein kleines Mädchen, das ich kannte. Sie hatte die ersten 3 Lebensjahre ein wirklich schlimmes Leben. Ich lernte sie, trotz dieser enormen Schwierigkeiten als unheimlich starkes Wesen kennen. Sie war sehr weise und stark, kämpferisch und innerlich sehr groß. Zu dem Zeitpunkt, als die Schwierigkeiten in ihrem so jungen Leben verschwanden, passierte der Walk In. Das Wesen, welches die ersten schweren Jahre ihrer Kindheit durchlebt hatte, verlies bei einer schweren Fiebererkrankung den Körper. Die Seele, die für diesen Körper und dieses Leben bestimmt war nahm ihren Platz ein. Nach dem Walk In nahm ich sie plötzlich ganz anders wahr. Ich erinnere mich noch ganz genau an den Moment, als ich ihr das erste Mal danach begegnete. Sie war nicht mehr so stark und weise, sie war einfach nur noch ein ganz normales Mädchen. Und sie war mir total fremd, obwohl ich sie sehr gut kannte. Erst später begriff ich, was geschehen war. Das Wesen, das ich kennen gelernt hatte diente als „Platzhalter“ und übernahm die schwere Aufgabe dieses Kindes. Sie war mein erster bewusster Walk In, den ich mit erleben durfte. Noch nicht ahnend, wie sehr ich selbst mit ihrer Geschichte verbunden war.

Seit mehr als 10 Jahren begleite ich Menschen als Medium, Heilerin und spiritueller Lehrerin. Ich habe viele Geschichten aus früheren Leben sehen dürfen und wie diese Erlebnisse und Traumen heute noch in ihrem Leben wirkten. Meine Aufgabe dabei ist es, ihnen ihre eigene Geschichte zu erzählen und die Zusammenhänge mit ihrem jetzigen Leben aufzuzeigen und zu transformieren. Seit ungefähr einem Jahr zeigt sich mir immer mehr das Sterben nicht unbedingt der einzige Weg ist, um die Erde zu verlassen, genauso wenig wie „geboren werden“ um auf die Erde zu kommen. Ich habe Menschen begleitet die einem „Walk In“ in ihrem Leben begegnet sind. Und es immer wieder faszinierend, was sich dadurch in deren und in dem Leben des Walk In´s verändert.

Nun aber erst einmal kurz zu mir. Ich selbst bin als Walk In auf die Erde gekommen. Ich hatte 1990 einen Autounfall, bei dem ich das Bewusstsein verloren hatte. Der erste Blick in den Spiegel im Krankenhaus, ist mir noch sehr bewusst. Mein Gedanke war „Wer ist das da im Spiegel?“ verbunden mit einem sehr seltsamen Gefühl. Damals war mir allerdings nicht bewusst, dass ich gerade erst inkarniert war. Kurz nach dem Unfall hatte ich enorm mit meinem für mich neuen Körper zu kämpfen. Viele Krankheiten stellten sich ein, von Schuppenflechte, Bewegungsunfähigkeit durch Ischias bis hin zu einer schweren Lungenentzündung. Mein Geist wehrte sich heftig gegen den Körper. Damals war ich gerade 17 Jahre alt.

Ich krempelte mein ganzes Leben um. Zog zuhause aus, trennte mich von meinem Freund, fing an mein Leben so richtig zu leben. Allerdings ging ich dabei auch etwas über meine Grenzen. Als Walk In übernimmt man sämtliche Erfahrungen und Themen seines Vorbesitzers. Das waren in meinem Fall eine Borderline Erkrankung, mehrere Missbrauchs- und eine Vergewaltigungserfahrung. Dazu kam eine sehr heftige Kindheit. Ich begann zu trinken und führte ein sehr ausschweifendes Leben. Immer mehr veränderte sich in meinem Leben. Heute weiß ich warum das damals alles so passiert ist.

Die schüchterne Sandy, auf die jeder so wie er wollte zugreifen konnte, die graue Maus, die in der Schule kaum auffiel und die auch keiner so richtig haben wollte, wurde selbstbewusster und stärker, von Jahr zu Jahr mehr. Kurz nach dem Walk In begann ich ein Studium. Mir war zwar irgendwie bewusst, dass ich anders geworden war, aber ich hätte natürlich nie im Traum daran gedacht, das ich „innerlich“ jemand anders war. Nach dem Studium bekam ich einen tollen Job und war beliebt und angesehen. Als Sandy vor meiner Inkarnation, war ich das ganze Gegenteil von dem.

Warum ein Walk In?

Es ist eine Verabredung von 2 Seelen, die schon sehr lange vor dem eigentlichen Walk In geschlossen wird, von der beide profitieren. Die Seele, die zurück in die geistige Heimat geht, überlässt alle ihre Themen und Erfahrungen der Seele die inkarniert. Diese hat dann die Aufgabe, das alles aufzuarbeiten. Das hat den Vorteil, dass sie selbst diese Erfahrungen nicht mehr machen muss, aber jederzeit darauf zurück greifen kann. Es fühlt sich an, als wären es ihre eigenen. In meinem Fall waren die übernommenen Erfahrungen sehr wichtig für mich, da ich selbst nicht viel „Erderfahrung“ hatte. Für meine Arbeit brauchte ich diese aber, um meine Klienten verstehen zu können und ihnen zu helfen ihre eigenen Themen zu heilen.
Für die gegangene Seele bedeutet es, dass sie in einem anderen Leben nichts mehr davon verarbeiten muss. Es ist tatsächlich eine Win/Win – Situation.

Ein Walk In passiert immer in einem Moment der Bewusstlosigkeit. Ich durfte diesen einmal bei einer Frau sehen. Sie hatte einen Herzinfarkt. Aus ihrer Wirbelsäule bildete sich ein großer Lichtkanal. Sie stieg über diesen nach oben auf und die neue Seele stieg herab. Sie gaben sich symbolisch die Hände und nahmen ihren Platz ein. Die inkarnierte Seele im Körper und die „gestorbene“ Seele ging zurück in die geistige Welt, genau wie beim Sterben.

Woran erkennst du einen Walk In?

Wie eben schon beschrieben geschieht er immer in der Bewusstlosigkeit. Also zum Beispiel bei einem Unfall, einer schweren Krankheit, einer Operation, etc.. Es ist aber auch möglich, dass er im Schlaf passiert. Kurz nach dem Ereignis beginnen die meisten, in ihrem Leben drastische Veränderungen vorzunehmen. Wohlmöglich trennen sie sich vom Partner, ziehen um, beenden langjährige Freundschaften und zeigen einen anderen Geschmack bezüglich Essen, Einrichtung, Kleidung, etc.
Die Erinnerungen des Vorgängers können abgerufen werden. Du merkst den Unterschied erst, wenn du weißt, dass du ein Walk In bist. Es gibt einen spürbaren Unterschied zu den wirklich gesammelten Erfahrungen und denen, die der Vorgänger gesammelt hat. Die übernommen Erfahrungen sind als würde man sich einen Film oder Fotos ansehen, sie sind grau und leblos. Die selbst gesammelten Erfahrungen sind auch mit einem realen Hintergrund und einem Gefühl verbunden. Man spürt, dass man es tatsächlich auch erlebt hat, sie sind bunter und lebendiger.

Als Außenstehender wirst du diese Veränderung definitiv bemerken. Die Person fühlt sich anders an, sie ist dir vielleicht irgendwie fremd geworden und/oder verhält sich anders.
Trotzdem ist immer noch viel von dem „Alten“ da. Ähnlich wie bei einer Besetzung durch einen Verstorbenen (das ist allerdings ein eigenes Thema) ist die gegangene Seele immer noch da und mit dem Nachfolger verbunden. Es ist als würde sie ihm über die Schulter schauen und beobachten, wie er die aufkommenden Situationen löst. Hin und wieder gibt sie noch den Ton an. Das kann sich für Außenstehende wie ein Hin und Her anfühlen. Heute ist er/sie so und morgen schon wieder ganz anders. Das kann manchmal ganz schön verwirrend sein. Irgendwann zieht sich diese dann aber ganz zurück. Vielleicht wenn sie noch genügend Erfahrungen durch seinen Nachfolger sammeln konnte. Dann kommt immer mehr das Wesen der neue Seele zu Erscheinung.

Ein Walk In hat viele Vorteile. Eine Seele, die sich entscheidet die Erde zu verlassen hinterlässt bei den Verbliebenen ein riesiges Loch. Gerade wenn junge Menschen sterben, ist das für das Umfeld sehr heftig. Im Fall des Walk Ins bleibt der Körper und seine Erfahrungen erhalten. Auch die Familie (Eltern oder Kinder) müssen keinen Verlust verkraften, weil sie es bewusst nicht merken, was geschehen ist. Der geliebte Mensch ist noch da, wenn auch in veränderter Form.
Die Seele, die geht bekommt die Möglichkeit, dass die Erfahrungen aufgearbeitet werden, sie selbst es aber nicht mehr tun muss. Und die, die kommt bekommt das perfekte „Nest“ schon fertig. Damit meine ich, sie muss nicht mehr als Kind den Wachstumsprozess durch laufen, zur Schule gehen, etc., sondern darf in einen fertigen Körper einsteigen. Der Vorgänger hat alle wichtigen Dinge sozusagen schon erledigt.

Ein Walk In kommt häufiger vor, als wir denken. Allein in meinem privaten Umfeld kenne ich 4 Menschen, die als Walk In hierhergekommen sind. Nur einem ist es aber auch wirklich bewusst. Natürlich ist es aber auch möglich, das Babys und Kinder als Walk In kommen. Wie bei allen anderen Dingen zwischen Himmel und Erde… es gibt kein „so muss das sein“ oder „so ist es“, nein vielmehr heißt es „Alles ist möglich und es gibt keine Grenzen“.

Warum schreibe ich diesen Text?

Ich möchte einen neuen Blickwinkel herstellen und vielleicht erklärt es dem einem oder anderen sein eigenes Leben, die momentanen Umstände oder das von nahestehenden Menschen. Vielleicht findest du dich selbst ein Stück weit darin wieder und erkennst, dass du vollkommen normal bist, obwohl du anders bist als sonst. Und du weisst nun, warum du so einen unheimlichen Drang hast dein Leben umzukrempeln.

Mir hat es unheimlich geholfen, das zu wissen. Viele Dinge machten plötzlich Sinn und ich habe wieder noch mehr zu mir selbst gefunden.

Autorin: Sandy Mokros
SeelenWegbegleiterin, Mediale Marketingberaterin/Coach,
Spirituelle Mentorin, Werbe- und Webdesignerin

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